Schule des Dienen / Freudvolles Dienen

SCHULE DES DIENENS / FREUDVOLLES DIENEN

Anderen zu helfen kann bewirken, dass sich ein Mensch gut fühlt. Es ist ein Aspekt des Menschseins, ein Aspekt von menschlich sein. Die Gewissheit, diese Welt oder zumindest die Welt eines einzelnen Menschen verbessern zu können, gibt den Schülern in der Schule des Dienens das befriedigende Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Es ist für die 'Diener' ein zentrales Thema. Es ist aber auch ein paradoxes Thema. Wieso paradox?

Bevor das Dienen seinen vorhergesehenen Platz in deinem Leben einnehmen kann, musst du gewisse Erfahrungen machen. Erfahrungen, die auf den ersten Blick nichts mit Dienen per se zu tun haben. Es ist nämlich eine Sache, die Idee des Dienens zu verstehen, aber eine völlig andere, mit Freude zu dienen.

Auf dem Weg zu einem dienenden Bewusstsein solltest du dich vorerst mit zwei Aspekten deiner selbst vertraut machen: mit deiner selbst bezogenen Seite und mit deiner an Aufopferung grenzenden Seite. Paradox ist die Schule des Dienens, weil du auf dem Weg zur Meisterschaft erstmal selbstsüchtig werden musst. Denn wer kein Gefühl für sich selbst hat, kann anderen nicht wirklich dienen.

Auf dem Weg zur Meisterschaft wirst du mit grosser Wahrscheinlichkeit mit beiden Seiten - mit deiner selbstsüchtigen Seite und mit deiner aufopfernden Seite - konfrontiert sein. Denn das Leben bietet dir jeden Tag die Gelegenheit, in deiner Entwicklung, jemandem zu Diensten zu sein, zu wachsen. Um für dich die goldene Mitte zu finden, wirst du in manchen Situationen selbstsüchtig unterwegs sein und in anderen eine aufopfernde Haltung an den Tag legen. So wirst du, nachdem du viele Erfahrungen auf deinem Lebensweg gesammelt hast, als Meister in der Schule des Dienens stets wissen, wann du auf eine Bitte mit Nein oder mit Ja antworten sollst.